Impulse zum Gebet

Beten kann man lernen. Jesus selbst hat seine Jünger auf ihre Bitte hin beten gelehrt. Interessanterweise war Gebet das einzige Thema, das Jesus auf den Stundenplan setzen sollte. Es ist lohnenswert, Gebet zu entdecken. Dabei geht es nicht um Floskeln, Rituale oder Formeln, sondern es gilt, die Vielfalt des Gebets, Grundsätze und Verheißungen zu ergründen.

Lassen Sie sich anregen und inspirieren von diesen Impulsen:

Gebet, das Veränderung bewirkt

Gott selbst hat das Gebet gewählt, um in dieser Welt und in uns Menschen etwas zu bewegen. Und das, obwohl er ein souveräner und allmächtiger Gott ist. Das ist stark. Das Gebet birgt deshalb ungeahnte Möglichkeiten. Gott lädt uns ein, zu beten, mit ihm zu sprechen und mit ihm zusammenzuarbeiten, um seine Herrlichkeit in dieser Welt sichtbar zu machen. „Wir sind Gottes Mitarbeiter“, heißt es in 1. Korinther 3,9 (LUT). Gebet, das Veränderung bringt, gibt Gott die Möglichkeit, uns zu zeigen, wer er ist.

Bittet, so wird Euch gegeben

„Alles, um was ihr in meinem Namen bitten werdet, werde ich tun, damit der Vater im Sohn verherrlicht wird“, verspricht Jesus. Das klingt gut. Wir können also immer damit rechnen, dass Gott Gebete hört und auch handelt. Die Antwort mag anders aussehen als erwartet. Das heißt aber nicht, dass Gott sein Versprechen nicht hält. Er tut immer das, was am besten ist. Denn Gott liebt es, seinen Kindern Gutes zu tun. Es liegt an uns, zu bitten. Es ist Gottes Verantwortung und Freiheit, wie er handelt.

Beten ist effektiv

Jesus hat sich immer wieder stunden- und nächtelang allein zurückgezogen, um zu beten. Erst dann wurde er aktiv, hat gehandelt, gepredigt, geheilt. Er hat nach dem Grundsatz gehandelt: „Was immer aber der Vater tut, das tut auch der Sohn“ (Johannes 5,19, HFA). Und genau das ist es, was Gott sich wünscht: Er möchte, dass wir zu ihm kommen, in seiner Gegenwart verändert werden, sein Herz hören und mit ihm sprechen. Dann wird Gebet effektiv. Und aus Hoffnung wird Gewissheit: Gott beantwortet Gebete. „Wir sind Gott gegenüber voller Zuversicht, dass er uns hört, wenn wir ihn um etwas bitten, das seinem Willen entspricht. Und wenn wir wissen, dass er uns hört bei allem, was wir bitten, dann wissen wir auch, dass wir schon haben, worum wir ihn bitten“ (1. Johannes 5,14–15, GNB).

Wer nicht bittet, geht leer aus

„Ihr habt nichts, weil ihr nicht bittet“ (Jakobus 4,2, LUT). Deutlicher kann man es fast nicht sagen. Jesus möchte, dass wir mit unseren Sorgen, Träumen, Wünschen und Bitten zu ihm kommen. Nichts ist zu belanglos, nichts zu wichtig. Wer bittet, dem wird gegeben. Ein positives Ergebnis ist garantiert. Von Gott höchstpersönlich.

Im Gebet Gott kennenlernen

Gebet ist Ausdruck einer Beziehung

Ein Freund erzählte mir von seinem Erlebnis: Wie immer hatte er sich vor einer Predigt zum Beten zurückgezogen. Der Pastor, bei dem er zu Gast war, hörte ihn im Nebenraum sprechen und nahm an, dass er mit einem Freund telefonierte. Da es nur wenige Minuten bis zum Gottesdienst waren, zögerte er nicht, den Gastredner in seinem Gespräch zu unterbrechen. Als er die Tür aufmachte, wurde ihm bewusst, dass er nicht telefonierte, sondern mit Gott sprach.

Gebet spiegelt unsere persönliche Beziehung zu Gott

Keine frommen Floskeln, kein nüchterner Ton, sondern authentisches Reden. So, wie man mit einem Freund sprechen würde: ehrlich, offen, manchmal leidenschaftlich, enttäuscht oder begeistert. Alles kommt auf den Tisch.
Würde ich so mit Gott sprechen? Das Gebet sagt viel über meine Beziehung zu Gott aus. Wie sehe ich mich in dieser Beziehung und wie sehe ich Gott? Wie begegne ich Gott?

Gebet heißt Begegnung

Begegnung kann nur da entstehen, wo sich zwei begegnen. Ich wende mich Gott zu und er wendet sich mir zu. „Nähert euch Gott, und er wird sich euch nähern“ (Jakobus 4,8, GNB). Wer betet, befindet sich in der Gegenwart Gottes. Und er hört zu.

Eine ehrliche Beziehung

Genau die wünscht sich Gott. Er kennt mich, weiß, was ich denke und fühle. Und doch möchte er von mir hören, was mich bewegt. Das ist Liebe, voller Respekt. Wenn ich mich auf Gott einlasse, lerne ich ihn kennen.

Gottes Gegenwart verändert

Dass schlechter Umgang abfärbt, ist bekannt. Darauf wird übrigens auch in der Bibel in 1. Korinther 15,33 hingewiesen. Aber umgekehrt gilt das Gleiche: Die Begegnung mit Gott verändert. Seine Liebe heilt, vertreibt Sorgen und Ängste. Sein Frieden macht ruhig. Seine Weisheit gibt die richtige Richtung vor. Im Gebet, in der Gegenwart Gottes werde ich verändert. „Wir alle sehen in Christus mit unverhülltem Gesicht die Herrlichkeit Gottes wie in einem Spiegel. Dabei werden wir selbst in das Spiegelbild verwandelt und bekommen mehr und mehr Anteil an der göttlichen Herrlichkeit. Das bewirkt der Herr durch seinen Geist“ (2. Korinther 3,18, GNB).

Ich habe eine Begegnung mit Gott gehabt, wenn sich während der Gebetszeit etwas in mir verändert hat.

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